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Tipps für das Filmen mit Super8
(Diese Tipps können durchaus auch beim Video-Filmen nützlich sein!)

Wer kennt sie nicht, die elend langen und immer gleichen Szenen in einem Urlaubsfilm von Bekannten, die einem eher zum Einschlafen als zum Zuschauen bewegen?

Damit Ihnen so etwas nicht passiert, habe ich hier einige Tipps zusammengestellt, die dazu beitragen sollen, spannende und kurzweilige Filme zu drehen. Dies soll kein Lehrbuch sein! Es sind wirklich nur die wesentlichsten Punkte angesprochen.

(Hinweis: Natürlich stellen diese Tipps zum Teil meine subjektiven Ansichten dar. Sollten Sie nicht damit einverstanden sein oder Verbesserungsvorschläge haben, so schreiben Sie bitte einen Eintrag in mein
Gästebuch.)

Ein Wal gefilmt vor der Küste von Hermanus, Südafrika

Die Vorbereitung

Prüfen Sie Ihre Kamera und nehmen Sie ausreichend Batterien oder Akkus (sofern es sich nicht um eine Kamera mit Federwerk handelt) und Filmmaterial mit! Lieber eine Rolle Film zu viel, als daß im entscheidenden Augenblick plötzlich der Film verbraucht ist!

Die Aufnahme

Opfern Sie nicht zu viel Zeit und Filmmaterial für den Titelvorspann. Ich kenne Filme mit einem hollywood-reifen Titel-Vorspann und einem uninteressanten Hauptteil. Lieber kein Titel, dafür ein spannender Film.

Wenn möglich, verwenden Sie ein Stativ. Sie und Ihre Zuschauer werden den Unterschied merken, ob eine Szene vom Stativ oder von einer zittrigen Hand gefilmt wurde. (Es muß ja nicht gleich ein schweres Superstativ sein. Auch ein Einbein-Stativ ist immer noch besser, als gar keines.) Sollte wirklich kein Stativ zur Verfügung stehen, dann versuchen Sie zumindest sich auf einem festen Gegenstand aufzustützen.

Verwenden Sie eine Sonnenblende, sie verhindert störende Lichtreflexe.

Halten Sie Ihre Szenen kurz. Bei Szenen ohne Bewegung nie länger als 5 Sekunden, Szenen mit viel Bewegung und Details können ruhig doppelt so lange dauern.

Zoomen Sie nicht während der Aufnahme! Das Zoom-Objektiv sollte in erster Linie der Wahl des richtigen Bildausschnitts dienen!

Schwenken Sie selten! Ein guter Schwenk ist sehr schwierig. Meist wird viel zu schnell geschwenkt und dazu noch verwackelt, so daß das Ergebnis dann eigentlich unbrauchbar ist. Wenn Sie eine größere Szene filmen wollen, dann lieber eine Totalaufnahme und mehrere Detailaufnahmen.

Wenn ein Schwenk wirklich notwendig ist, dann nur gleichmäßig in eine Richtung und nie mehr zurück! Am Anfang und am Ende des Schwenks lassen Sie die Kamera je ca. 2 Sekunden stehen.

Wenn Sie die gleiche Szene oder das gleiche Motiv mehrfach aufnehmen wollen, dann wechseln Sie den Aufnahmestandort. Unterschiedliche Aufnahme-Perspektiven machen den Film interessanter.

Der Schnitt

Eumig Z01 Klebepresse

Beim Filmschnitt sollten Sie zumindest die mißlungenen (also unscharfen oder fehlbelichteten) Szenen entfernen. Auch doppelte oder zum restlich Film nicht passende Szenen sollten Sie herausschneiden. (Selbst wenn mißlungene Szenen bei Ihnen Erinnerungen wecken, für den Zuschauer sind sie eine Qual!)

Unter Umständen kann auch eine Änderung der Szenenfolge den Film logischer und spannender machen.